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Tenniszitate
Was sagt Erich Kästner (1899 - 1974) über Tennis?
Aufgrund dessen, was mit ihm verdient wird, ist der Olympische Gedanke tatsächlich unbezahlbar.
Einer Gesellschaft, die man damit unterhalten kann, dass zwei Menschen einen Ball hin- und herschlagen, ist alles zuzutrauen.
Mein körperliches Training besteht darin, dass ich die Särge der Freunde trage, die regelmäßig trainiert haben.
Nur wer sich selbst das Letzte an Leistung abverlangt, wird über den Durchschnitt hinauskommen.
Tennis: Eine völkerverbindende Sache. Vor allem die Ärzte haben viel zu verbinden.
Cleveres Spiel hört da auf, wo Unsportlichkeit anfängt. (In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein cleveres Spiel,
auf dass der Bessere gewinnt. Viel Glück!)
Das Alter der abtretenden Sportler wird immer niedriger. Ich sehe im Jahre 2001 die erste sechsjährige
Erfolgsturnerin zurücktreten, weil sie sich
in ihren Teddybären verliebt hat. Wenn ich nicht verliere, kann der andere nicht gewinnen. Boris Becker (*1967), deutscher Tennisspieler
Der englische Sportler ist stolz darauf, ein guter Verlierer zu sein.
Dadurch erreicht er, dass seine Gegner sich schuldig fühlen, wenn sie gewonnen haben.
Der Sport ist ein sehr vernünftiger Versuch des modernen Zivilisationsmenschen, sich Strapazen künstlich zu verschaffen.
Ich bin wie Wein und werde im Alter immer besser.
Das Kreuz eines Spitzensportlers muss breit sein - wegen der Werbefläche.
Ich lese immer die Sportseite einer Zeitung zuerst.
Die Sportseite berichtet über das, was die Menschen erreicht haben; die Titelseite
der Zeitung hingegen verzeichnet nur die Fehlschläge des Menschen.
Tennis: die Kunst, auf einen harmlosen Gummiball so loszudreschen,
dass entweder der Gegner oder der Ball oder beide für immer vom Platz verschwinden.
Was für ein höflicher Sport Tennis doch ist. Das meistverwendete Wort scheint "Entschuldigung" zu sein.
Wie wir hören, hören wir nichts, aber immerhin sehen wir's.
Verlieren ist wie gewinnen. Nur umgekehrt. Becker, Agassi und Sampras veranstalten eine kleine Mutprobe. Jeder soll einmal auf dem Dachgeländer des Empire State Building in New York rundherum balancieren. Pete fängt an, schafft es ohne Probleme. Andre zieht nach, macht dabei sogar Faxen. Boris aber kommt nach der Hälfte ins Straucheln und stürzt ab. Wie durch ein Wunder landet er wohlbehalten in der Markise des Empire State Building-Cafes, ballt die Becker-Faust und zeigt seinen Kumpels auf dem Dach das V-Zeichen. Dann schwingt er sich von der Markise, verheddert sich in der Bordüre, kippt nach vorn und knallt mit dem Kopf auf den Rand eines kleinen Marmorbrunnens. Sagt Agassi kopfschüttelnd zu Sampras: Wie oft habe ich zu ihm gesagt, dass er an seinem zweiten Aufschlag noch arbeiten muss ...?! Boris Becker und Michael Stich sind beim Fallschirmspringen. Gerade aus dem Flugzeug gesprungen sagt Stich zu Becker: "Verdammt - ich habe aus Versehen einen Rucksack umgeschnallt!" Darauf Becker trocken: "Ich glaube, heute hast Du einmal den härteren Aufschlag!"
Andy Roddick beging seinen größten Fehler, als er in der gleichen Zeit zur Welt kam wie ein gewisser Roger Federer.
Tennis gehört in die individualistische Vergangenheit, ein Held oder maximal zwei Freunde oder Geliebte
gegen den Rest der Welt.
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